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Wenn ein Eichhörnchen von Ast zu Ast hüpft sieht das sehr spielerisch aus. Es läuft mühelos und schnell über dünne Äste, welche sich unter dem Gewicht des Eichhörnchens tief biegen. Rasant umrundet es den Baum während es ihn empor läuft. Aus der Sicht des Eichhörnchens sieht das ganze dann aber schon anders aus. Vielleicht sollte man einem Eichhörnchen eine Kamera umschnallen und das ganze mal mitschneiden. Das ist aber eher was für Langweiler!

Viel Spaßiger ist es, wenn man selber oben in den Bäumen ist und von Baum zu Baum klettert oder springt. Genau das haben wir, die Montagsgruppe „Fit mit Spiel und Spaß", uns auch gedacht und uns am Samstag, den 16.05.2009 im Hochseilgarten des Freilichtmuseums Lindlar getroffen. Dort haben wir mit 23 Teilnehmern im Alter von 12 – 61 Jahren eine vierstündige Tour besucht, welche uns nach einer kurzen Einweisung durch das weitläufige Gebiet und seinem Parcour führte. Mit Helm, Gurt und Karabiner ging es für uns ab in den Wald, hoch in die Bäume. Damit wir uns ein bisschen an die Höhe und die Ausrüstung gewöhnen konnten zunächst zwei „leichte" Übung in ca. fünf Metern Höhe.  

Was sind schon fünf Meter wird der Ein oder Andere sagen. Wenn es aber darum geht, über zwei locker gespannte Drahtseile zu balanciere und sich nur am Partner festhalten zu können oder ein Seil zu zweit mit Hilfe von „Lianen" zu überqueren, schlackerten uns die Knie ganz ordentlich.  

Sollte einer von uns jetzt einen falschen Schritt machen, oder das Gleichgewicht verlieren, würde man den Partner mit in die Tiefe reißen. Wenn das passiert, ist zum Glück noch jemand am Boden der den „Strick der Sicherung" hoffentlich gut festhält. Hier mussten wir aufeinander vertrauen. Am Ende der Übung wurde das Vertrauen prompt auf die Probe gestellt. Denn irgendwie hieß es jetzt wieder herunter kommen. Auf Kommando hieß es: „Springt!". Wenn wir dann einmal in den Gurten hingen konnten wir endlich wieder durchatmen, denn einen schwierigen Teil des Hochseilgartens hatten wir geschafft.  

Jetzt ging es zum Hauptteil. Doch zuerst: Ein Einweisungsparcour. Jeder Handgriff musste stimmen, denn oben in den Bäumen sicherte jeder sich selbst und konnte nicht mehr auf Andere hoffen. Schon die Einweisung ließ erahnen, was uns nachher in den Bäumen erwartete. Das Prinzip war einfach und schnell verstanden, jetzt ging\\\\\\\'s richtig los. Harmlos sah es aus, doch der Anschein trog. Eine wacklige Leiter mit dünnen Stufen aus Holz führte uns hinauf zur ersten Plattform. Die ersten Stationen waren schnell geschafft, standen wir nun vor einer ersten waghalsigen Hürde. Ein Sprung von Plattform zu Plattform über ca. 1,5 Meter . Wem jetzt noch nicht die Knie schlackerten konnte sich glücklich schätzen, sollte aber noch nicht zu früh lachen, denn über eine wacklige Trapezleiter mit großen Abständen zwischen den Sprossen ging es noch mal ca. 7 Meter nach oben. Hier fiel es schwer, nicht nach unten zu sehen. Dort stand fröhlich lachend der winzig wirkende „Guide", welcher uns die Starterlaubnis für die „Slip-line" gab. 

Die Slip-Line: Das absolute Highlight des Parcours. Ein Seil über 120 Meter gespannt von Baum zu Baum. Nach einer kurzen Überwindung stürzten wir uns hinab in den Abgrund und rauschten mit bahnbrechender Geschwindigkeit durch den Wald an Bäumen und Ästen vorbei. Hier sehr wichtig: Weiteratmen und Konzentration, denn am Ende der Rutschpartie ist ein Seil, welches wir greifen mussten, um auf die nächste Station zu kommen. Auch hier hatte der Adrenalinspiegel keine Chance, sich zu senken. Zwar wirkte die Höhe nicht mehr so bedrohlich, aber die Stationen blieben hart. Springen über wacklige aufgehängte Paletten, klettern über Holz-X-e und hangeln von Trapez zu Trapez erhielten für uns die Spannung. Abschließend seilte man sich sanft ab und spürte endlich wieder Waldboden unter den Füßen. Bei leckerem Fleisch frisch vom Grill, kühlen Getränken und Salat ließen wir den Tag ausklingen und stärkten unsere Kräfte für den Heimweg. 

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Weitere Infos www.abenteuerwerkstatt.de

T.Z., A.K.

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